BürgerInnen zahlen für CDU-Propaganda?
Wir kritisieren die oft einseitigen Berichte und die einseitige Themenauswahl des Mechernicher Bürgerbriefs. Dazu erklärt Nathalie Konias Sprecherin des Ortsverbandes:
Der Bürgerbrief ist nicht kostenlos für die BürgerInnen und "kostet" auch nicht nur die angesprochenen 12.000. Hinzu kommt ein deutlich größere Summe für die Pressearbeit an sich plus die Erhöhung in 2012 von 5.000. Und wer zahlt das: der Bürger und die Bürgerin mit seinen Steuern. In der Verwaltungsvorlage steht ganz klar zu lesen, dass bestimmte Themen der Stadt exklusiv an ProfiPress gegeben werden und dann erst am Erscheinungstag des Bürgerbriefes (alle zwei Wochen) an die Lokalpresse gegeben wird. Ich kann BürgerInnen verstehen die Politik verdrossen sind, wenn Themen die sie angehen, zurückgehalten werden und erst dann lanciert werden wenn es taktisch günstig ist. Transparenz und Offenheit sehen anders aus. Zu vielen Themen wird die Lokalpresse gar nicht eingeladen. Da sitzt dann die Agentur der Stadt und fertig. Wikipedia ist ja nicht gerade DAS wissenschaftliche Portal aber in diesem Fall durchaus passend. Da findet sich unter dem Begriff Transparenz im Zusammenhang mit Politik folgendes: "Transparenz ist in der Politik ein Zustand mit freier Information, Partizipation und Rechenschaft im Sinne einer offenen Kommunikation zwischen den Akteuren des politischen Systems und den Bürgern. Damit eng verbunden ist die Forderung nach Verwaltungstransparenz und Öffentlichkeitsprinzip....<wbr></wbr>...." Das ist es was ich angeprangert habe. Das es keine freie Information gibt, wenn die Stadt sich vorbehält ein Thema exklusiv für sich zu behalten. Rechenschaft schon gar nicht. Denn ein kritisches Thema (Linke Stadtverordnete übt Kritik an Bürgermeister und Verwaltung) wird totgeschwiegen. Und dass der Bürgermeister der CDU angehört und seine Aufgabe als erster Bürger der Stadt wahrnehmend, durchaus öfter sein schickes Gesicht (hach was für ein wunderbares Wortspiel ;-) in die Kamera hält und halten muss. Jo, das versteht selbst das kleine Grünen Mädchen. Aber wenn Artikel des Bürgerbriefes sich lesen wie eine Lobeshymne. Online es so aussieht, als gäbe es nur eine Fraktion im Rat und man erst mittels Hyperlink auf die anderen Fraktionen stößt. Wenn diese ganze Chose einen richtige Packen Geld kostet und man mal eben noch 5 000 € mehr dafür in den Haushalt stellt, aber im gleich Atemzug die Aussage kommt :"wir müssen den schweren Weg des Hauhaltskonsolidierungspak<wbr></wbr>ets weitergehen" und "sovill jeld hamma dann uch nit", (Und an der Stelle nicht zu vergessen, dass wir im letzten Jahr in eben diesem Paket z.B. die Kröte Erhöhung Stadtbücherei Ausleihgebühren schlucken musste. Dies brachte den Wahnsinnsbetrag von 3000 €!) Dann sei mir, die Aufgabe als Stadtverordnete ernst nehmend, die durchaus legitime Frage gestattet: Müssen die BürgerInnen die Propaganda der CDU bezahlen ?
Auch der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet über unsere Kritik am "Amtsblatt der Stadt Mechernich". Aber auch über die Haushaltslage gibt es einen
Bericht dabei gab es jedoch nicht wie im Bericht erwähnt eine einstimmige Entscheidung zum Thema Parkgebühren sondern 2 Gegenstimmen. Wir Grüne streben nach wie vor eine Konsolidierung des Haushaltes ohne Klientel-Päckchen Rücknahme an. Dazu auch ein
Kommentar des Kölner Stadt-Anzeigers.


